Leitbild

Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg

Leitbild - das macht uns besonders

Jedes Kind ist anders – und das ist gut so!

Jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen vor dem Hintergrund eines qualitativen und stärkenorientierten Lernens ist ebenso unser Anspruch wie unser Herzensanliegen. Unterschiedliche Schwerpunkte bilden die Basis für ein optimales Fördern und Fordern.

Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg

Unser Leitbild

Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg Leitbild

Individualisiertes Lernen

Unabdingbar für ein optimales Lernen ist eine Förderung und Unterstützung mit dem Fokus auf der Individualität der einzelnen Schülerin/des einzelnen Schülers. Nur wer die nötigen individuellen Ressourcen erhält, lernt motiviert und erfolgreich. Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich dabei in einem vielfältigen Schulleben, indem sie ihre Stärken entdecken, ihre Kreativität leben und Gemeinschaft erfahren können.

Um die optimale Förderung der einzelnen Kinder sicherzustellen, werden von Beginn an regelmäßig diagnostische Verfahren angewendet. Die individuellen Lernfortschritte werden dokumentiert und als Grundlage für die Förderplanung genutzt.

Die Arbeit der Schulgemeinschaft ist von dem Gedanken geprägt, alle Kinder anzunehmen und zu verstehen. Auf der Grundlage von Vertrauen und emotionaler Wärme und unter Anerkennung der Persönlichkeit des Kindes wird der individuelle Lernprozess, eingebettet in Rituale und Strukturen, mit dem Ziel der Entwicklung von Selbstständigkeit und eigenverantwortlichem Arbeiten initiiert und unterstützt. Die Wahrnehmung der Stärken als Grundlage des Entwicklungsprozesses definieren das Kind und ist die Grundlage der schulischen Arbeit.

In unserem Förderkonzept mit inkludiertem Sprachbildungskonzept sind unser Vorgehen und die beteiligten Personengruppen noch detaillierter erläutert.

Tiergestütztes Lernen

Die tiergestützte Pädagogik nutzt die positive und einmalige Wirkung der Tiere bei der Erziehung und Bildung. Durch den fachgerechten Einsatz von Tieren kann zum Beispiel Kindern geholfen werden, die durch Ängste blockiert, durch Wahrnehmungsstörungen irritiert oder durch fehlendes Selbstwertgefühl verunsichert sind.

Kinder haben eine natürliche Zuneigung zu Tieren. Sie begegnen ihnen ungezwungen und voller Freude. Tiere schaffen durch ihr authentisches Wesen eine Atmosphäre, in der Vertrauen wachsen kann. Im Umgang mit ihnen werden Eigenschaften wie Verantwortung und Verlässlichkeit ausgebildet. Tiere setzten klare Signale und somit direkte Grenzen. Durch sie kann die Persönlichkeitsbildung gefördert und die Kontaktaufnahme zu Mitmenschen erleichtert werden. Tiere befriedigen auch das Bedürfnis nach Wärme und Nähe, das oft zu kurz kommt. Sie verlangen umsorgt, gestreichelt und gefüttert zu werden, sie fordern zum Spiel auf und sie benötigen Bewegung.

Unser Schulhund fördert die Kinder in der Entwicklung ihrer Gesamtpersönlichkeit ebenso wie die schuleigenen „Sonnentiere“ – zwei Minishetlandponys und zwei Zwergkaninchen – sowie die Pferde für das Therapeutische Reiten.

Zudem verweilen die Schülerinnen und Schüler gerne am Aquarium in der Eingangshalle und beobachten die Zierfische. Aquarien ermöglichen den Einblick in eine fremde Welt. Fische bewegen sich lautlos und meist ruhig durch das Wasser. Das wirkt auf viele Kinder entspannend und beruhigend.

Herausforderndes Lernen

Die Gemeinschaftsgrundschule wird von Kindern mit unterschiedlichen Begabungen, Hintergründen und Behinderungen/Beeinträchtigungen besucht. Von der ersten Klasse an versuchen wir, jedes Kind nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten individuell zu fördern und herauszufordern.

Das Team der Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg sieht seine Aufgabe darin, alle Kinder in ihrer Heterogenität mit ihren unterschiedlichen natürlichen und gesellschaftlichen Ausgangs- und Lebensbedingungen zu fördern und zu fordern sowie deren Potenziale (verschiedener Domänen) zu erkennen und zu fördern.

Jedes Kind kann sich nur dann zu einer ausgeglichenen Persönlichkeit entwickeln, wenn seine Interessen und Fähigkeiten erkannt und akzeptiert werden und wenn es Forderung und Förderung gemäß seinen individuellen Fähigkeiten erfährt. Den Schülerinnen und Schülern mit besonderer Begabung gerecht zu werden, ist genauso unser Anspruch, wie die Förderung aller Kinder unserer Schule, die mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen unsere Schule besuchen. Unterricht, zusätzliche Angebote sowie Projekte sind daher so ausgelegt, dass die Potenziale aller Schülerinnen und Schüler gefördert werden und sie in ihrer Begabung herausgefordert werden. 

Teil unserer Begabungs- und Begabtenförderung sind zum Beispiel Unterricht in Französisch, der Matheforderunterricht, das MINT-Labor, Talentförder-stunden mit wechselnden Schwerpunkten, Projekte und das Wahlpflichtfach.

Bewegtes Lernen – Bewegte GGS

In den letzten Jahren haben Bewegung und Sport an unserer Schule einen wachsenden Schwerpunkt eingenommen. Während des „Klassenraumunterrichts“ werden Bewegungspausen in unterschiedlichen Formen eingesetzt. Die digitalen Tafeln ermöglichen den Einsatz von unterschiedlichen Online-Bewegungsangeboten (z.B. Level up). Auch haben die Kinder die Möglichkeit, jeden Mittwoch im offenen Anfang an einem Tanzangebot teilzunehmen.

Unser Schulhof verfügt über einzelne Kletterstangen, ein Klettergerüst und unterschiedliche Drehgeräte. Auch die Möglichkeiten, während der Hofpausen Fußball, Tischtennis und Basketball zu spielen besteht. Ebenso können die Kinder vielfältiges Spiel- und Bewegungsmaterial in der Villa Toni ausleihen.  

Für den Sportunterricht verfügen wir über eine gut ausgestattete Turnhalle sowie über eine eigene Sprunggrube mit Tartanbahn. Das nah gelegene Lehrschwimmbecken sowie die Außensportplätze der Gesamtschule in Fröndenberg stehen als zusätzliche Bewegungsorte zur Nutzung zur Verfügung.  

An unserer Schule werden unterschiedliche Bereiche der sportlichen Förderung angeboten: 

  • Sportunterricht / Schwimmunterricht
  • Sport- und Schwimmförderunterricht
  • Sportveranstaltungen
  • Fußball- und Leichtathletik AG
  • weitere AGs (z.B. im OGS-Bereich)


Teilnahme an sportlichen Wettbewerben (z.B. Ruhrtallauf, Westfalen Youngstars, Bundesjugendspiele)

Nachhaltiges Lernen

Die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule verstehen sich als Teil der Gesellschaft Deutschlands, Europas und der Welt. Als solche benötigen sie die verschiedensten Kompetenzen, um sich den zukünftigen Herausforderungen erfolgreich stellen zu können. Daher ist eine umfängliche Auseinandersetzung mit dem Thema Europa und der Europäischen Union im Schulprogramm unter „Europaprofil“ verankert.

Die Kenntnisse über andere Länder und Kulturen, das Erlernen von Fremdsprachen und das Wissen um politische Zusammenhänge haben das Ziel, unsere Schülerinnen und Schüler auf eine erfolgreiche Zukunft in Europa vorzubereiten. Ein weiterer Schwerpunkt ist es, den „Europäischen Gedanken“ erfahrbar zu machen. Respekt und Interesse an der Vielfalt der Sprachen und Kulturen sollen dabei geweckt und vertieft, neue Erfahrungsfelder im europäischen Rahmen eröffnet werden. Dabei richtet sich der Fokus auch auf eine durchgängige Sprachbildung.

Auch die Lehrerinnen und Lehrer bilden sich im Rahmen des europäischen Programms „Erasmus+“ durch Fortbildungskurse und Hospitationen in Partnereinrichtungen in anderen Ländern stetig weiter.

Eine gute Bildung mit nachhaltigen Erfahrungen vor diesem Hintergrund ist der Schlüssel in die Zukunft.

Digitales Lernen

Der Umgang mit den neuen Medien stellt die Schulen vor große Herausforderungen. Datennetze, Computer und Multimedia werden die Welt von Morgen prägen, die Welt, in der die Kinder unserer Schule groß werden und die sie als Erwachsene gestalten. Die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien ist daher unerlässlich und bildet einen wichtigen Schwerpunkt in der Bildungs- und Erziehungsarbeit unserer Schule.

Aktuell ist unsere Schule mit iPads, Beamer-Wagen, Dokumentenkameras und digitalen Tafeln ausgestattet. Die Arbeit mit den iPads ist fester Bestandteil unseres Unterrichts. Darüber hinaus werden die digitalen Tafeln in Kombination mit den iPads und den Dokumentenkameras gerne zur Erläuterung und Präsentation der Unterrichtsinhalte von Lehrerinnen und Lehrern sowie von Schülerinnen und Schülern herangezogen.

Aber die Medienausstattung unserer Schule wird in naher Zukunft noch weiter ausgebaut, so dass sich unser Medienkonzept ebenfalls noch verändern und anpassen wird.

Das digitale Lernen kann außerdem als Unterstützung und Verstärkung des fachlichen Lernens fungieren. So ist in den vergangenen Jahren insbesondere die individuelle Leseförderung jedes Kindes zu einer wichtigen Aufgabe für Schule und Elternhaus geworden. Das Onlineportal „Antolin“ steigert die Lesemotivation und fördert das Textverständnis. Daran kann im eigenen Account im Unterricht an den iPads oder zu Hause an einem Medium der Wahl gearbeitet werden. Darüber hinaus werden auch noch weitere (Lern-)Apps in den Unterricht und die Arbeit zuhause einbezogen. Zudem verwenden wir die Plattform „eTwinning“ zum Austausch mit Schulen und Partnern aus ganz Europa im Rahmen unserer Auszeichnung als Europaschule.

Soziales Lernen

Ein wesentlicher Ausgangspunkt für Lernerfolg und Wohlbefinden ist die persönliche Situation des Kindes. Die Schülerinnen und Schüler nehmen sich und die anderen in ihrer Unterschiedlichkeit wahr, akzeptieren und wertschätzen diese und erleben die Vielfalt in der Gemeinschaft als Bereicherung.

In unserem Schulalltag haben die Kinder im Sinne des sozialen Lebens und Lernens regelmäßig die Möglichkeit zum Voneinander- und Miteinander-Lernen. Selbstständigkeit und Selbstverantwortung sind dabei sehr wichtig und werden zum Beispiel durch die Klassendienste unterstützt.

Außerdem können Schülerinnen und Schüler durch unsere Schulsozialarbeiterin bei der ganzheitlichen Entwicklung sowie bei schulischen und sozialen Problemen durch das Aufzeigen neuer Handlungskompetenzen zur Lösung gefördert werden. In den Pausen unterstützen Streitschlichterinnen und Streitschlichter das Lösen von Konflikten.

Demokratisches Lernen

Die Schülerinnen und Schüler erleben eine strukturierte Umgebung, die durch einen ritualisierten Ablauf geprägt ist. Zudem erfahren sie eine Kultur des miteinander Lebens und Lernens, an deren Gestaltung sie aktiv mitwirken, beispielsweise durch das täglich wechselnde Kind des Tages oder den Klassenrat. Durch diese partizipativen Überlegungen und Innovationen auf der einen Seite und den konsequenten Regeln innerhalb eines festen Rahmens auf der anderen Seite, wird den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich motiviert auf den Weg zu einem selbstbestimmten, sozialen Mitglied der Gesellschaft zu begeben.

An der Gemeinschaftsgrundschule gehört die Partizipation zu den Grundprinzipien des Schullebens. Teamarbeit hat sowohl im Unterrichts- als auch im Schulalltag oberste Priorität. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule arbeiten in Gremien, die eng miteinander verzahnt sind. Schulleitung, Lehrkräfte, OGS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Praktikantinnen und Praktikanten und externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in festen Strukturen, die dem Informationsaustausch, der Schulentwicklung und der (Unterrichts-)Planung dienen. Dieser Teamgeist und die Kooperation übertragen sich als gelebte Demokratie auf die Kinder.

Die Schule ist ein Ort, an dem die Kinder viel Zeit verbringen und daher sollen sie hier die Möglichkeit haben, ihre Umgebung mitzugestalten. Diese bekommen sie unter anderem durch den Kindersprechtag und im Schulparlament, in dem die Interessen und Anliegen der Schülerinnen und Schüler gesammelt und besprochen und gemeinsame Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Auch das gemeinsame Erarbeiten von Regeln, wie allgemeine Schulregeln oder Rutschen-Regeln, ist für ein respektvolles Miteinander unerlässlich. Aktuelle Anliegen werden durch das Motto des Monats hervorgehoben. Dabei nehmen sich alle Kinder einen Monat lang dieses Motto (z.B. „Wir schleichen durch das Schulgebäude“) besonders zu Herzen. So lernen die Kinder auch Verantwortung für ihre Lernumgebung zu übernehmen, erfahren Respekt und fühlen sich ernst genommen. Sie entwickeln sich zu mündigen Bürgern, die als Erwachsene von ihrem Recht auf Partizipation Gebrauch machen.

Neben den Schülerinnen und Schülern ist es auch für Eltern/Erziehungsberechtigte möglich, sich aktiv am schulischen Leben und der Schulentwicklung zu beteiligen. Über die Schulpflegschaft können Eltern Ideen zu Konzepten mitteilen und Wünsche an das Schulprogramm richten bzw. im Gremium der Schulkonferenz mitentscheiden. Auch in anderen verschiedenen Gremien, bei Veranstaltungen sowie im Förderverein ist es möglich, das Schulleben aktiv mitzugestalten.