Sternstundenprojekt

Damit der Schulanfang als sanfter Übergang vom Kindergarten gelingen kann, bieten wir den Vorschulkindern aller Fröndenberger Kita-Einrichtungen die Möglichkeit, an unserem Sternstundenprojekt teilzunehmen. Dieses Projekt, entstanden aus dem gemeinsamen Wunsch dieser Einrichtungen, eine gute und tragfähige Brücke für den Übergang zur Schule zu bauen, beginnt bereits ein Jahr vor dem Schuleintritt. Ab September/ November besuchen die Vorschulkinder mit ihren Erzieherinnen unsere Schule und nehmen an verschiedenen Aktivitäten teil. 

Ziel ist es, die Kinder langsam an die Schule zu gewöhnen, indem wir ihnen vielfältige Einblicke in das gesamte Schulleben ermöglichen. Lernen ist nur mit Freude und Spaß möglich, mit Aufgeschlossenheit und Selbstbewusstsein. An mindestens acht Besuchen lernen die Kinder unsere Schule von „Außen nach Innen“ kennen und können so Unsicherheiten oder Ängste, die evtl. mit dem Schuleintritt verbunden sind, abbauen. Sie können frühzeitig eine Beziehung zu den älteren Schülerinnen und Schülern und dem damit verbundenen Schulgebäude aufbauen, sowie zu verschiedenen Lehrerinnen und Lehrern ersten Kontakt aufnehmen. In einer ihnen bereits vertrauten Umgebung können sich die Kinder dann später umso besser weiterentwickeln.

Die zukünftigen Schulanfänger betreten somit an ihrem „großen Tag“ kein unbekanntes Schulgebäude mehr, denn sie kennen bereits den Schulhof, die Turnhalle, den Traumraum und unsere Schulwiese, die „Sonnenwiese“, ein Lieblingsort all unserer Schüler. Sie haben eine Lesestunde, die von den älteren Schülerinnen und Schülern gestaltet wird, erlebt. Weiterhin haben sie die Fächer Mathematik und Deutsch kennengelernt und konnten, von den Viertklässlern begleitet, selbst Experimente durchführen.

Diese Stunden erleben die Kinder in Begleitung ihrer vertrauten Erzieherinnen. Das ermöglicht auch automatisch bereits ein gutes Kennenlernen jedes einzelnen Kindes. Erzieherinnen und Lehrerinnen und Lehrer erleben die Kinder mit all ihren Stärken und Schwächen, an denen so auch gezielt angesetzt werden kann. In Elterngesprächen können so individuell auf das Kind zugeschnittene Fördermöglichkeiten benannt werden. Der Zeitraum von einem Jahr bietet hier gute Möglichkeiten evtl. Defizite aufzuarbeiten und die Schulfähigkeit Schritt für Schritt zu unterstützen und aufzubauen.

Während ihrer regelmäßigen Schulbesuche findet auch die Schuleingangsdiagnostik kontinuierlich über einen längeren Zeitraum und damit in besonders aussagekräftiger Form statt. Die Einladung zu einem besonderen Diagnosetag ist daher nicht mehr erforderlich. Natürlich stehen den Eltern für Fragen am Anmeldetag entsprechend Lehrerinnen und die Schulleitung zur Verfügung.

Die einzelnen Diagnosebereiche können in die einzelnen Besuchstage der Kitas eingebunden werden. Auf diese Weise entsteht das Portfolio zur Eingangsdiagnostik sukzessive für jedes teilnehmende Kind.

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