top of page

Der Deutschunterricht an der GGS Fröndenberg setzt sich aus den drei Schwerpunkten Sprachgebrauch, Lesen und Rechtschreiben zusammen. Als Grundlage dafür dienen von Beginn an das Lehrwerk „Tinto“ sowie einige ergänzende Materialien. Die Kombinierbarkeit der verschiedenen Materialien macht eine prozessorientierte individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler möglich.

Tinto_Header.png

Die Kinder kommen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen in ihrem ersten Lernjahr an der Grundschule an. Einige Kinder kennen schon die meisten Buchstaben und können erste Wörter schreiben, anderen fällt es noch schwer ihren Namen zu schreiben. Mit Hilfe einer Anlauttabelle (Buchstabenhaus) wird es jedem Kind ermöglicht, von Anfang an mit dem Schreiben zu beginnen. Die Kinder haben so Zugriff auf alle Buchstaben, die sie zum Schreiben benötigen. Im Verlauf des ersten Schuljahres lernen und vertiefen die Kinder die Schreibrichtung der kleinen und großen Buchstaben sowie die Lautvariationen der einzelnen Buchstaben. 

Die Druckschrift gilt als Ausgangsschrift für das Lesen und Schreiben. Im Zuge der Verflüssigung des Schreibverlaufs und in Abhängigkeit der individuellen Ausprägung der Schrift entwickeln die Schülerinnen und Schüler aus der Druckschrift eine gut lesbare verbundene Handschrift. Dabei unterstützen wir die Kinder bei Bedarf durch zusätzliche Materialien.

Der Schriftspracherwerb beginnt häufig mit einzelnen Buchstaben, daraus werden schnell Wörter bis hin zu ganzen Sätzen. Die Kinder lernen, die Laute der Wörter abzuhören und sie (mit Hilfe des Buchstabenhauses) in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben.

Deutsch1.png
Deutsch2.png

Beim Schreibenlernen durchlaufen die Kinder die verschiedenen Stufen des Schriftspracherwerbs. So kann das Wort „Hund“ in den ersten Schulwochen in verschiedenen Variationen von den Kindern aufgeschrieben werden:

H            HT        HNT           HUNT        Hunt             Hund

Dabei unterstützt die Lehrkraft den Schreibprozess jedes Kindes individuell. So lobt sie erste Schreibversuche, denn die Motivation und der Mut zum Schreiben sind elementar für den Schriftspracherwerb. Zugleich gibt sie individuelle Tipps wie „Sprich das Wort noch mal langsam in Kaugummisprache: H-u-n-d“, um dem Kind zu helfen alle Laute im Wort zu hören und abzubilden. Anderen Kindern kann die Lehrkraft schon Hinweise zur „Erwachsenschrift“ geben, damit die jungen Schreiblerner die korrekte Schreibweise erlernen: „Wenn du mehrere Hunde hast, dann hörst du ein „d“, deshalb schreiben wir Hund richtig mit „d“ am Ende."

An der GGS legen wir großen Wert auf die Entwicklung der Rechtschreibkompetenz von Anfang an.

Erste Rechtschreibregeln werden bereits in Klasse 1 eingeführt. Die verschiedenen Rechtschreibphänomene und Strategien werden in allen Schuljahren spiralcurricular wiederholt, thematisiert und gefestigt. Auch „Merkwörter“, bei denen man rechtschriftliche Besonderheiten nicht herleiten kann, werden vermittelt und geübt.

Deutsch3.png

Zusätzlich trainieren wir das richtige Schreiben von Beginn an mit Lernwörtern. Diese basieren auf dem Grundwortschatz und thematisieren Rechtschreibphänomene, Rechtschreibstrategien oder die Groß- und Kleinschreibung. Jeden Monat lernen die Kinder neue Lernwörter, die in einem Heft gesammelt, geübt und in einem Test abgefragt werden. Ziel ist es, bis zum Ende des vierten Schuljahres alle Wörter des Grundwortschatzes über die Lernwörter zu erlernen und zu festigen.

Ein Selbstlernheft zum Thema Rechtschreiben begleitet die Kinder außerdem durch die Schuljahre. Zudem legen wir ein großes Augenmerk auf RechtschreibgesprächeHier werden verschiedene Wörter auf ihre rechtschriftlichen Besonderheiten hin untersucht und besprochen.

Die Rechtschreibkompetenzen der einzelnen Kinder werden regelmäßig in Lernzielkontrollen überprüft, damit die Kinder individuell an den für sie wichtigen Schwerpunkten arbeiten können. Auch das richtige Abschreiben von Wörtern und Texten trägt zur Verbesserung der Rechtschreibung bei. Dies wird in Abschreibübungen und Wendediktaten geübt und überprüft.

Durch die verschiedenen Zugänge zum Thema Rechtschreibung sollen die Kinder langfristig Rechtschreibregeln konstruieren und verinnerlichen und im Laufe ihrer Grundschulzeit eine sichere Rechtschreibkompetenz entwickeln.

 

Lesen

Die Kinder können schnell die Buchstaben mit den entsprechenden Lauten in Verbindung bringen und erkennen diese als Bausteine, die ein Wort aufbauen. Bei ersten Leseversuchen erkennen sie die gelernten Buchstaben, ordnen diesen die passenden Laute zu und ziehen diese zu Silben zusammen. Beherrschen sie das Silbenlesen so können sie mit wenig Übung kurze zusammenhängende Wörter erlesen und beginnen alle Wörter, die ihnen im Alltag begegnen zu lesen.

Das Erlesen der Wörter kann beispielsweise mit Hilfe der Strategie „Treppenwörter“ unterstützt werden. Hier baut sich ein Wort langsam auf und kann von den Kindern so Laut für Laut „hergestellt“ werden. Um diesem Wort eine Bedeutung zu geben, verbinden sie dieses dann mit dem passenden Bild.

Dieser Prozess wird immer sicherer und die Lesegeschwindigkeit steigt. Bald können sie fließend schon erste Sätze, kurze Texte und Geschichten lesen.

Mit zusätzlichem Trainingsmaterial stärken die Schülerinnen und Schüler die Lesekompetenz selbstständig und in individuellem Tempo. 

Das Tinto-Lehrwerk bietet viele Texte und Übungen zum Thema Leseverstehen. Vor allem das Kennenlernen und der Umgang mit verschiedenen Textsorten findet in den verschiedenen Kapiteln große Beachtung.

Diverse Lesezusatzmaterialien wie beispielsweise die „Lies-Mal-Hefte” fördern die Lesefertigkeit der Kinder in der Schuleingangsphase. Zusätzlich nutzen wir die „Lese-WM” ab Klasse 2, um die Lesefortschritte und das Leseverständnis der Kinder zu dokumentieren. So werden alle Teilprozesse des Lesens intensiv behandelt. Zunächst wird das schnelle und genaue Dekodieren von Wörtern und Sätzen sowie das Herstellen von Satz- und Textzusammenhängen geübt. Anschließend wird die Leseroutine ausgebildet und das flüssige Lesen trainiert. Zudem werden verschiedene Lesestrategien erprobt, um das sinnentnehmende Lesen zu üben, z.B. Fragen zum Text beantworten, Fragen an den Text stellen, Zwischenüberschriften finden, Schlüsselwörter markieren.

In regelmäßigen Lernzielkontrollen wird die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler überprüft.

Im Sinne des kooperativen (miteinander) Lernens üben die Kinder außerdem im Lesetandem einen Text mit einem anderen Kind gemeinsam zu erschließen mit dem Ziel, dass jeder Leser sich aktiv mit dem Text auseinandersetzt und seine Gedanken und Meinungen dazu verbalisiert, austauscht und reflektiert. 

Die Steigerung der Lesemotivation ist uns an der GGS ein besonders großes Anliegen. So arbeiten wir mit dem Online-Portalen Antolin & LeOn , welches die Kinder auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen fördert.

In der Schulbücherei haben die jungen Leserinnen und Leser die Möglichkeit, sich Bücher aus einem großen Angebot auszuleihen.

Auf die Buchwoche freuen sich die Kinder immer besonders, wenn sie die Zeit zum ausgiebigen Schmökern in einer gemütlichen Atmosphäre genießen können. Jeden Tag lesen die Kinder eines Jahrgangs in Gruppen oder auch selbstständig ein gemeinsam ausgewähltes Buch. Dazu werden vielfältige lesebegleitende Aufgaben sowie Bastelangebote für die Kinder bereitgestellt. Die Arbeit rund um das Buch wird an einem Präsentationsnachmittag für die Eltern ausgestellt.

Natürlich genießen die Kinder auch im Unterrichtsalltag das Eintauchen in spannende Geschichten, denn Zeit für das Vorlesen eines schönen Buches nehmen sich alle gerne.

 

Freies und kriteriengeleitetes  Schreiben (schriftlicher Sprachgebrauch)

Die Aufsatzerziehung stellt einen wichtigen Bestandteil unseres Deutschunterrichts dar. Die Kinder werden von Beginn an das eigenständige Schreiben herangeführt. Dabei spielt zunächst die Motivation eigene Texte zu produzieren eine elementare Rolle. Nach und nach lernen die Kinder wichtige Schreibregeln kennen unter dessen Berücksichtigung sie im Laufe ihrer Grundschulzeit verschiedene Textarten verfassen. Diese verbessern sie beispielsweise in einer Schreibkonferenz. Auf die Kompetenz eigene Texte zu überarbeiten, legen wir besonders großen Wert. Natürlich erhalten die jungen Schreiber genügend Raum, ihre Texte vorzulesen und auszustellen, um ihre Arbeit wertzuschätzen sowie die Schreibmotivation zu steigern.

Zumeist startet jede Woche mit dem ritualisierten Schreiben von Erlebnisberichten über das Wochenende. Dabei wird zunehmend auf eine abwechslungsreiche Wortwahl, verschiedene Satzanfänge, differenzierter Satzbau und einen sinnvollen Textaufbau geachtet. In ausführlichen Unterrichtsreihen lernen die Kinder zudem Schritt für Schritt das kriteriengeleitete Verfassen von bestimmten Textarten, beispielsweise einer Fantasiegeschichte, eines Märchens, eines Zeitungsberichtes, eines Rezeptes, Briefes oder eines Sachtextes. Das Tinto-Lehrwerk sowie aus dem Alltag erwachsene Anlässe und verschiedene Schreibwerkstätten regen außerdem inhaltlich zur Textproduktion an.

Zur Leistungsüberprüfung werden benotete Aufsätze sowie von den Kindern in anderen Unterrichtskontexten produzierte Texte herangezogen.

A

Am

Amp

Ampe

Ampel

Deutschunterricht

bottom of page