1. Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung hat eine zentrale Bedeutung an der Gemeinschaftsgrundschule. Um an der Gestaltung einer zukunftsfähigen gesellschaftlichen Entwicklung in einer globalisierten Welt mitwirken zu können, ist die Vermittlung und Erweiterung von Kompetenzen in den folgenden Bereichen in unserem Schulprogramm verankert:

  • die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen

  • sozial- und umweltverträgliche Formen des Wirtschaftens, Arbeitens und Lebens

  • die Auseinandersetzung mit Armut und Gerechtigkeit

  • die Teilhabe an demokratischen Entscheidungsprozessen und an der Lebensgestaltung

 

Die Schülerinnen und Schüler sollen zu eigenständigem Urteilen und zu innovativem Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit befähigt werden.

-> s. auch Ziele der Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg für nachhaltige Entwicklung

 

 

 

Nachhaltigkeit vor einem europäischen und weltweiten Hintergrund

 

Nachhaltigkeit im inner- und außerschulischen Rahmen erfahrbar zu machen, bedeutet, vorhandene Ressourcen besser nutzen zu lernen, die Natur und den Einfluss durch die Menschen erfahrbar zu machen und die emotionale Einstellung gegenüber der Natur und allem Lebendigen zu prägen.

Mitverantwortlichkeit zu den Aspekten Müll, Lärm, Energie sollen insbesondere durch konkrete Erfahrungen erkannt und wahrgenommen werden.

Die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule sollen durch das Gestalten und Nutzen der Schulwiese die Möglichkeit erhalten, eine naturnahe Schule zu erleben, die das Sozialverhalten und die Eigenverantwortung der Kinder fördert und somit deren Selbstbewusstsein stärkt.

 

Durch Bildung für nachhaltige Entwicklung werden Menschen befähigt, aktiv an der Veränderung gesellschaftlicher Prozesse mitzuwirken und im eigenen Umfeld einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gefordert ist ein vernetztes Denken in allen Dimensionen (àÖkologie, Ökonomie, Soziales, Globales).

Die Schülerinnen und Schüler an der Gemeinschaftsgrundschule lernen über den Unterricht der einzelnen Fächer und Fachbereiche hinaus die Bedeutung der vier Dimensionen sowie möglicher Veränderungen und Konsequenzen auch durch das menschliche (Ein)Wirken kennen. Insbesondere auf unserer „Sonnenwiese“ lassen sich neben dem „herkömmlichen“ Unterricht vielfältige Projektideen umsetzen und die einzelnen Dimensionen miteinander verknüpfen. Dabei steht vor dem Hintergrund der Inklusion die Förderung jedes einzelnen Kindes im Mittelpunkt. 

Schlüsselthemen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sind ENERGIE, KLIMASCHUTZ, ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT, KONSUM UND LEBENSSTILE, LANDWIRTSCHAFT, MENSCHENRECHTE, KULTURELLE VIELFALT, NATÜRLICHE LEBENSGRUNDLAGEN, ARMUTSBEKÄMPFUNG, INTERKULTURELLE UND GENERATIONENÜBERGREIFENDE GERECHTIGKEIT, EUROPÄISCHE UND GLOBALE GEMEINSCHAFT, NATUR UND UMWELT.

2. Projekt „Leben und lernen auf unserer Sonnenwiese“

Vor dem Hintergrund nachhaltigen, zukunftsorientierten und inklusiven Lernens wurde im Herbst 2014 im Rahmen der Projektwoche ein ca. 1000 m2 großes Wiesenstück zu einem zusätzlichen Lern- und Lebensbereich umgestaltet. Dieser Bereich trägt den Namen „Sonnenwiese”. Hintergrund war dabei der Gedanke, ALLEN Kindern die Möglichkeit zu bieten, über das Mitgestalten, über das Erleben und Erfahren eines naturnahen Lebensraumes GEMEINSAM STARK ZU WERDEN für das Leben.

 

Auf der Sonnenwiese entstand ein Begegnungsraum für alle Kinder, die sich mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Stärken begegnen und miteinander und voneinander lernen. Durch den Bau eines Kleintiergeheges, einer Benjeshecke (Naturhecke aus verschiedenen Strauch- und Baumschnittmaterialien), mehrerer Hochbeete, einer Kräuterspirale, einem Iglu aus Weiden, eines Grillplatzes mit Sitzpodest und einem großen Platz zur freien Verfügung wird den Kindern neben der gemeinsamen Zeit der Umgang mit der Natur sowie der Umgang mit den vorhandenen Ressourcen nahegebracht. Auch die Verpflegung der beiden Ponies und Kaninchen hat neben einem großen therapeutischen Nutzen auch die Aufgabe, die Kinder für den Umgang mit Tieren zu sensibilisieren und in ein verantwortliches Handeln zu begleiten.

Die gemeinsame Zeit auf der „Sonnenwiese” fördert zudem den Abbau von einstellungsbedingten Barrieren. Die „Sonnenwiese” unterstützt die in Artikel 8 der UN- BRK genannte Bewusstseinsbildung durch einen vielfältig nutzbaren Begegnungsraum.

 

Für unsere Sonnenwiese wurden wir im Februar 2019 als offizielles Projekt „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.

 

Auch haben wir uns im Rahmen der Kampagne „Schule der Zukunft“ mit der Sonnenwiese beworben. Die Entscheidung darüber steht aktuell noch aus.

Wiesenpause

Viermal wöchentlich wird eine „Wiesenpause“ angeboten. Die Kinder der unterschiedlichen Klassen dürfen im Wechsel die Sonnentiere pflegen und versorgen oder einfach nur die Zeit in Gegenwart der Tiere genießen.

 

Sonnentiere-AG

Ebenfalls findet viermal wöchentlich eine AG rund um die Sonnentiere statt. Neben der Fellpflege, dem Ausmisten der Ställe und der Futter- und Wasserversorgung lernen die Kinder zum Beispiel, wie ein Pony richtig geführt oder longiert wird. Kleine Ausflüge gehören dabei zum Programm. Gemeinsam wird auch das „Gehege“ instandgesetzt.

 

Garten-AG

Einmal wöchentlich wird eine AG rund um das Bepflanzen und Ernten angeboten. Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Pflanzen und deren Nutzen kennen und lernen Zusammenhänge vor dem Hintergrund des Umweltgedankens kennen.

 

Klassenbeete

Jede Klasse hat die Möglichkeit, ein eigenes Beet anzulegen, dies zu pflegen, die eigenen Produkte zu ernten und sie ggf. zuzubereiten (beispielsweise das Pflanzen und Ernten von Kartoffeln) Dabei legen wir großen Wert auf die Mitwirkung der Kinder, sowie auch die Integration in andere Unterrichtsfächer wie hier der Sachunterricht.

Die Kinder der aktuell dritten Klassen (Schuljahr 2019/2020) haben zu Beginn des ersten Schuljahres je einen Klassenbaum auf der Schulwiese eingepflanzt.

Die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule sollen durch das Gestalten und Nutzen der Schulwiese die Möglichkeit erhalten, eine naturnahe Schule zu erleben, die das Sozialverhalten und die Eigenverantwortung der Kinder fördert und somit deren Selbstbewusstsein stärkt.

Klassenprojekte

Einzelne Klassen haben es sich zur Aufgabe gemacht, den natürlichen Lebensraum der Sonnenwiese genauer zu erkunden und sich intensiv mit dem Thema „Natur und Umwelt“ auseinanderzusetzen. Es entstanden z.B. eigene Kräuteröle, ein Insektenhotel, ein Barfußpfad und verschiedene Beete.

 

Projekte und Projektwochen

Für die Nutzung verschiedenster Projekte bietet sich die Sonnenwiese insbesondere durch das „Grüne Klassenzimmer“ und die große Wiesenfläche mit vielerlei Bepflanzungen an.

Alle zwei Jahre erhalten die Fröndenberger Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit schulformübergreifend an dem Projektangebot „Sonnenwiese“ teilzunehmen. Partizipative Gestaltungsmöglichkeiten bieten viel Freiraum für Innovationen.

 

Freies Spielen, Entdecken und Entspannen

Ein Weidentipi, ein Sandspielbereich, ein Barfußpfad und viel freie, grüne Spielfläche laden zum Entdecken, Toben und Genießen ein.

 

Unterricht

Vielfältiger Unterricht nicht nur in sachunterrichtlichen Bereichen lässt sich am Sitzpodest oder auf der Wiesenfläche gestalten. Dabei führen Mathe oder Deutschralleys auf der Sonnenwiese beispielsweise zu einer gesteigerten Motivation und zu einem spürbaren Wohlbefinden.  

 

Grünes Klassenzimmer

Gleich zwei „Grüne Klassenzimmer“, eines auf dem Schulhof und eines auf der Sonnenwiese, bietet die Gemeinschaftsgrundschule. Neben schattigen Plätzen für eine Klasse wurde zusätzlich ein Sitzpodest auf der Sonnenwiese errichtet. Diese besonderen Arbeitsplätze werden auch gerne für den Klassenrat oder für Gruppenarbeit genutzt.

Schlüsselthemen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sind ENERGIE, KLIMASCHUTZ, ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT, KONSUM UND LEBENSSTILE, LANDWIRTSCHAFT, MENSCHENRECHTE, KULTURELLE VIELFALT, NATÜRLICHE LEBENSGRUNDLAGEN, ARMUTSBEKÄMPFUNG, INTERKULTURELLE UND GENERATIONENÜBERGREIFENDE GERECHTIGKEIT, EUROPÄISCHE UND GLOBALE GEMEINSCHAFT, NATUR UND UMWELT.

 

In dem Projekt „Leben und lernen auf unserer Sonnenwiese“ werden die Dimensionen SOZIALES, GLOBALES, ÖKOLOGIE, ÖKONOMIE miteinander verknüpft, indem die Kinder vielfältige Erfahrungen mit den „Sonnentieren“ und rund um die Sonnenwiese miteinander erfahren. Das Projekt „Leben und lernen auf unserer Sonnenwiese“ ist als ganzheitliche, nachhaltige Förderung angelegt. Die einzelnen Domänen mit den verschiedenen Inhalten und Perspektiven bilden die Basis.

 

Ökologische Inhalte und Perspektiven:

- Ökologische Vielfalt (Pflanzen/Tiere) erleben

- Verwenden und erleben von Naturmaterialien

- Verantwortung für die Umwelt erfahren und übernehmen

-> Anlegen von Biotopen, Anlegen einer Benjeshecke, Wildblumenwiese, Insektenhotel etc.

 

Ökonomische Inhalte und Perspektiven:

- Kräuter und "Lebensmittel" anpflanzen (Anlegen einer Kräuterspirale, mehrerer Beete und Hochbeete mit Früchten, Obst und Gemüse)

- Zubereiten der Lebensmittel/kochen

- Verkauf von selbstgemachten Produkten (z.B. Rosmarinöl, Badesalze...)

 

Soziale Inhalte und Perspektiven:

- Umgang mit den "Sonnentieren" (2 Minishetlandponys und 2 Zwergkaninchen)

-> Sozialverhalten und Eigenverantwortung sowie Selbstbewusstsein der Kinder fördern; Wertschätzung erfahren und als Tugend wahrnehmen

- Selbstorganisation von Spielmöglichkeiten und Förderung der Kreativität mithilfe wenig und ungewöhnlichen Material (Autoreifen)

 

Globale Inhalte und Perspektiven:

- Kennenlernen von regionalen Produkten (Obst und Gemüse) als ein Schwerpunkt

- aufgenommen und angekommen sein (insbesondere für Kinder mit Zuwanderungsgeschichte, Kinder mit Handicap, Kinder mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen) àInklusion

 

s. Konzept „Sonnenwiese“

 

3. Raumkonzept

In der Gemeinschaftsgrundschule sind die Raumstrukturen dem pädagogischen Konzept angepasst. Lehrerteams unterrichten die Jahrgänge, die jeweils geschlossen mit ihren Klassenzimmern auf einer Ebene / in einem Bereich untergebracht sind. In den einzelnen Bereichen gibt es mindestens einen Raum, der als Differenzierungsfläche (Arbeits-, Ruhe-, Spielzone) dient.

Neben einem Entspannungsraum gibt es einen Medienraum, einen Werkraum, einen Förderraum und ein Spielzimmer. Alle diese Räume entsprechen den Bedürfnissen der Kinder.

Derzeit gibt es einen Lehrerteamplatz. Weitere Plätze sollen ausgebaut werden. Weiterhin gibt es eine Schülerbücherei, die zukünftig an ein Selbstlernzentrum angrenzen soll.

Ein Behinderten-WC gehört zur weiteren räumlichen Ausstattung. In unserer Lehrküche können die Kinder kochen und backen und sie essen dort täglich zu Mittag. Außerdem bietet die Gemeinschaftsgrundschule eine Aula sowie eine Sporthalle.

 

4. Ressourcennutzung

In der Gemeinschaftsgrundschule finden sich in allen Räumen Kisten zur Mülltrennung, die mit übersichtlichen Anleitungen (Aufklebern) zur Mülltrennung versehen sind. Die Kinder der einzelnen Klassen lernen von Beginn an, den Müll korrekt zu trennen und ihn von den Klassenkisten in die großen Mülltonnen des Mülltrennsystems zu füllen. Auf unserer Sonnenwiese wird zudem kompostiert.

Schallschutzdecken wurden in fast allen Räumen angebracht. Alle Lampen werden kontinuierlich mit LED-Beleuchtung ausgestattet (Umbau seit 2016). Um Energie einzusparen, sind sämtliche Lichtschalter mit „Licht aus?- Schildern“ versehen. In den Treppenhäusern und in den Fluren wurden zudem Zeitschalter installiert; eine unnötige Verschwendung von künstlichem Licht tagsüber wird somit vermieden.

Eine neue, effizientere Heizungsanlage mit Blockheizkraftwerk (BHKW) wurde eingebaut. Am gesamten Gebäude wurde nachträglich eine Außendämmung angebracht. Zusätzlich ist der Dachboden der Schule gedämmt.

Durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach speisen wir Strom ins öffentliche Netz ein.

 

5. Offener Ganztag und Ganztagsklassen

Unsere Schule stellt mit 170 Kindern im Nachmittagsbereich einen besonders großen Ganztagsbereich dar. Umso wichtiger ist es, diesen Kindern ein ansprechendes „Vize-Zuhause“ zu bieten, das auch für die kindliche Entwicklung notwendige Naturbereiche beinhaltet.

Neben der klassischen OGS gibt es an der Gemeinschaftsgrundschule Ganztagsklassen. Hier bleiben die Kinder einer Klasse den kompletten Tag im Klassenverband zusammen. Die Klassenräume sind so ausgestattet, dass entweder im Klassenraum ein Ganztagsbereich mit Bauteppich, Spielen, Büchern etc. vorhanden ist oder aber ein Nebenraum zur Verfügung steht. Die Ganztagsklassen werden jeweils von einem festen OGS-Team betreut. Dieses Team begleitet die Kinder ab dem frühen bzw. späten Vormittag. So erleben die Mitarbeiter die Kinder in Lernphasen, in Phasen der freien Zeit, im Umgang miteinander und in weiteren Alltagssituationen. Eine enge Zusammenarbeit und ein ständiger Austausch zwischen der Lehrkraft und dem pädagogischen Personal ist uns hier besonders wichtig. Auch die halbjährlichen Elternsprechtage werden von der Lehrkraft und der pädagogischen Fachkraft gemeinsam geführt, so dass die Eltern über den ganzheitlichen Entwicklungsstand ihres Kindes informiert werden. Nach Unterrichtsschluss gehen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam zum Essen. Danach haben sie gemeinsame Spiel- und Lernzeiten. Die Lernzeit findet im Klassenraum der Kinder statt. So ist es möglich, dass den Schülerinnen und Schülern alle Lernmaterialen des Vormittags auch im Nachmittagsbereich zur Verfügung stehen. Aufgrund des gemeinsam betreuten Tagesablaufs erhält jedes Kind auch während der Lernzeit individuelle Unterstützung.

6. Pause

Nach zwei Unterrichtsstunden findet um 9:40 Uhr die erste große Pause statt.

Die ersten und zweiten Schuljahre gehen erst für 15 Minuten in die Hofpause und im Anschluss daran findet eine Frühstückspause in der jeweiligen Klasse statt.

Bei den dritten und vierten Schuljahren ist erst die Frühstückspause und danach die Hofpause. Die Kinder haben durch die geteilte Pause genügend Raum zum Spielen, Bewegen und Entspannen.

Die zweite große Pause ist nach der vierten Unterrichtstunde für alle Klassen gemeinsam. Nach der fünften Stunde gibt es eine zusätzliche fünfminütige Bewegungspause.

Während der Hofpausen beaufsichtigt eine Kleingruppe von Viertklässlern die „Villa Toni“. Hier haben alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich Spielzeuge für die Pause auszuleihen.

Zusätzlich zur „Villa Toni“ hat jede Klasse der Gemeinschaftsgrundschule einmal die Woche eine Hofpause, in der sie ihren Klassenball mit in die Pause nehmen darf.

s. auch „Pause und Schulhof“

 

7. Gesundheitskonzept

Stark und gesund – so sollen Kinder aufwachsen. Um sie dabei zu unterstützen, beteiligt sich die Gemeinschaftsgrundschule seit drei Jahren am Gesundheitsprogramm Klasse2000. Dieses Engagement wurde mit dem Klasse2000-Zertifikat ausgezeichnet.

Die Gemeinschaftsgrundschule nimmt seit dem Schuljahr 2015/2016 an dem Unterrichtsprogramm Klasse2000 zur Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtvorbeugung teil.

Das bundesweite Programm begleitet die Kinder kontinuierlich von Klasse eins bis vier. Frühzeitig werden die Grundschüler für das Thema Gesundheit begeistert und in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung gestärkt – denn starke Kinder brauchen weder Suchtmittel noch Gewalt. Zwei bis drei Mal pro Schuljahr führt eine Klasse2000-Gesundheitsförderin neue Themen in den Unterricht ein, die die Lehrkräfte anschließend vertiefen. Spielerisch erfahren die Kinder, wie wichtig es ist, gesund und lecker zu essen, sich regelmäßig zu bewegen und zu entspannen, Probleme und Konflikte gewaltfrei zu lösen, Tabak und Alkohol kritisch zu beurteilen und auch bei Gruppendruck Nein sagen zu können.

Schülerinnen und Schüler lernen erfolgreich, wenn sie gesund ernährt sind, sich viel bewegen,

ihre Freizeit aktiv gestalten, ihre sozialen Fähigkeiten entwickeln, sich kulturell zurechtfinden, entsprechend ihren Interessen und Stärken individuell gefördert und gefordert werden und in Anspruch nehmen können, was sie für die Stärkung ihrer Leistungsfähigkeit und für ihr Wohlbefinden brauchen.

Unsere Schüler werden in ihrer individuellen Entwicklung optimal zu fördern und ihre Lebenseinstellung und ihren Lebensstil positiv zu beeinflussen.

Wir Lehrer achten auf Hygiene und regelmäßiges Händewaschen sowie eine angemessene Kleidung bei den Kindern, begutachten und geben Hinweise zum täglichen Schulfrühstück (Getränk, Brot, Obst, Gemüse) und bieten eine Milchversorgung an. Wir planen Bewegungsphasen im Unterricht, achten auf richtige Schreibhaltung und entspanntes Sitzen, ggf. auf Sitzkissen, führen Stoßlüftungen in den Klassenräumen durch, bieten an, nicht benötigte Schulmaterialien für die Hausaufgaben in der Schule abzulegen usw..  Außerdem gibt es an unserer Schule zahlreiche Maßnahmen und Projekte. So kommt in regelmäßigen Abständen der Zahnarzt zu uns, lehrt die Kinder das richtige Zähneputzen und kontrolliert ihre Zähne. Eine Wasserfilteranlage ermöglicht es den Schülerinnen und Schüler, im Schulalltag kostenlos Wasser zu trinken.

Der Schulhof ist ausgestattet mit vielfältigen Spielgeräten, Rückzugsmöglichkeiten und Bereichen wie ein grünes Klassenzimmer. Um den Schülern einen angemessenen Umgang mit Konflikten und Stressbewältigungsstrategien nahe zu bringen, finden in den Klassen regelmäßige Projekttage zum Thema „Deeskalationstraining“ statt.

Die genannten Maßnahmen tragen zu einer guten, gesundheitsförderlichen Lern- und Arbeitsatmosphäre für die Schülerschaft und die Lehrkräfte unserer Schule bei und helfen bei der Sicherung der angestrebten Qualität unserer Arbeit.

Die Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg wirkt aktiv am Arbeitskreis „Kinder.Essen.Gesund“ mit. An diesem Netzwerk wirken verschiedene Fröndenberger Einrichtungen mit.

Der Fokus des Arbeitskreises liegt darauf, Kindern und ihren Familien eine gesunde Ernährung zu ermöglichen und näher zu bringen. Dazu finden regelmäßige Aktionen, wie zum Beispiel „Eltern-Kind-Kochen“ oder „Apfel und Erdbeertage“ statt. In den vergangenen Jahren wurde innerhalb eines Projektes rund um das Thema „Wasser als Grundnahrungsmittel“ eine Trinkwasser-Aufbereitungsanlage für die Gemeinschaftsgrundschule angeschafft, um den Kindern der Schule stetig eine gesunde Alternative zu süßen Getränken anzubieten. Der zuletzt durchgeführte Aktions- und Bewegungstag am 14.06.2019 fokussierte das Jubiläum der Kinderrechte und stand unter dem Motto, dass alle Kinder das Recht haben, gesund zu leben und Zugang zu sauberem Wasser zu haben. Unter anderem wurde eine Wasserrallye durchgeführt und die Kinder konnten sich darüber informieren, dass nicht alle Kinder dieser Welt das Privileg haben, immer freien Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben. Der Erlös des Tages ging daher an die Neven Subotic Stiftung.

s. auch „Gesundheitserziehung“

 

8. Europaprofil

Die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule verstehen sich als Teil der Gesellschaft Deutschlands, Europas und der Welt. Als solche benötigen sie die verschiedensten Kompetenzen, um sich den zukünftigen Herausforderungen erfolgreich stellen zu können. Daher ist eine umfängliche Auseinandersetzung mit dem Thema Europa und der Europäischen Union im Schulprogramm der Gemeinschaftsgrundschule verankert. Die Kenntnisse über andere Länder und Kulturen, das Erlernen von Fremdsprachen und das Wissen um politische Zusammenhänge haben das Ziel, unsere Schülerinnen und Schüler auf eine erfolgreiche Zukunft in Europa (und der Welt) vorzubereiten. Ein weiterer Schwerpunkt ist es, den „Europäischen Gedanken“ erfahrbar zu machen. Respekt und Interesse an der Vielfalt der Sprachen und Kulturen sollen dabei geweckt und vertieft werden, neue Erfahrungsfelder im europäischen Rahmen eröffnet werden.

Neben der Durchführung des Themas EUROPA/EUROPÄISCHE UNION im Regelunterricht führt die Gemeinschaftsgrundschule vielfältige Projekte und Aktionen durch, in denen der europäische Gedanke gelebt und so erfahrbar wird. Hier nutzt die GGS die Potenziale der Schülerinnen und Schüler und bezieht ihre unterschiedliche Herkunft bereichernd in den schulischen Alltag ein.

Eine gute Bildung mit nachhaltigen Erfahrungen vor diesem Hintergrund ist der Schlüssel in die Zukunft, daher haben wir uns auch im Rahmen der Schulentwicklung zum Ziel gesetzt, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und Innovationen und gelungene Beispiele aus der Praxis europäischer Schulen zu nutzen. Dabei ist eine Vernetzung mit europäischen Schulen gewinnbringend. Über die Internet-Plattform eTwinning konnten wir europäische Kontakte initiieren. Zusätzlich besuchen wir andere Schulen in Europa mit dem Ziel voneinander zu lernen und das schulische Leben zu bereichern (àErasmus+)

In der Gemeinschaftsgrundschule arbeiten wir derzeit intensiv daran, unsere Unterrichtskonzepte mit den Schwerpunkten LERNEN MIT DIGITALEN MEDIEN, BESONDERE FÖRDERUNG sowie CHANCENGLEICHHEIT/ GENDER vor dem Hintergrund der Inklusion nachhaltig zu optimieren. Das Team der Gemeinschaftsgrundschule ist offen für neue Arbeitsweisen und ständig auf der Suche nach Möglichkeiten des effizienten Einsatzes von Methoden und Medien zur individuellen Förderung der Kinder mit und ohne besonderen Bedarfen.

s. Konzept „Europaprofil“

 

9. „Wir für uns“ – gemeinsam für das Klima

Was wir heute tun, entscheidet,

wie die Welt morgen aussieht.

Boris Pasternak, russischer Dichter

 

Diese Aussage des russischen Dichters Boris Pasternak beschreibt die aktuell weltweite Diskussion um den Klimaschutz einfach und treffend. Politiker diskutieren über den Einsatz erneuerbarer Energien, über die Verringerung des Co2 - Ausstoßes und die Stärkung des weltweiten Zusammenhalts, den diese Aufgabe fordert. Der Wandel der Welt spricht dabei nicht nur die Politiker an, auch dringen diese Gedanken sowie das Bedürfnis, etwas für das Klima zu tun, zu uns, zu jedem einzelnen von uns bis hin zu unseren Kindern. Schülerinnen unserer Schule traten somit im Sommer 2019 an unsere Schulleitung Frau Lakrabi heran und äußerten den Wunsch, dass auch wir, unsere Schule, gemeinsam etwas für den Erhalt des Klimas beisteuern können. Angeregt und motiviert vor allem durch die „Fridays for Future Bewegung“ wurde im Schülerparlament durch die Kinder der Entschluss gefasst und später von Frau Lakrabi bestätigt, eine AG zu gründen, die sich mit dem Klimaschutz auseinandersetzt. Seit diesem Schuljahr arbeiten Schülerinnen und Schüler aus den vierten Klassen gemeinsam mit betreuenden Lehrern an einem Konzept, wie die Schule und jeder einzelne etwas für das Klima beitragen und man Ideen und Bewegungen mit nach Hause und in die Gesellschaft tragen kann.

Zu Beginn der AG wurden Vorkenntnisse bzgl. des Klimawandels ausgetauscht. Darauf aufbauend kam von den Kindern der Wunsch, die Bürger Fröndenbergs sowie alle Besucher der Gemeinschaftsgrundschule auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen. So gestalteten die Mitglieder der AG Holztafeln, die die Welt beispielsweise in 30 Jahren zeigt und verstärkten ihre „dramatischen“ Zeichnungen mit Sprüchen, die zum Handeln aufrufen sollen.

 

Nach der Befestigung dieser Warnschilder an unserer Schulwiese haben sich die Kinder entschieden, auch persönlich auf die Gesellschaft zuzugehen und sie für den Klimaschutz zu sensibilisieren. Neben regelmäßigem Mülleinsammeln auf dem Schulhof kreierten die Kinder eifrig Flyer, die die Folgen des Klimawandels noch einmal beinhalten sowie gesammelte Tipps, wie jedermann etwas für das Klima tun kann. Damit nicht genug hatten die Kinder die Idee, diese Flyer in Kombination mit gesundem vegetarischem Essen persönlich auf dem Marktplatz in Fröndenberg an die Menschen zu bringen. Während des durchgeführten Marktbesuchs kamen die Kinder mit vielen Besuchern ins Gespräch. Dabei klärten die Schülerinnen und Schüler die Menschen über die AG auf, ihre Ziele, die sie verfolgen und teilten den Mitbürgern ihre Wünsche bzgl. des Klimawandels mit.

 

Nach diesem direkten Kontakt mit den Bürgern Fröndenbergs wollen wir nun allen Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsgrundschule die AG vorstellen und Ideen an die Kinder weitergeben (z.B. Mottowoche „Ich bringe kein Plastik mit in die Schule“). Unser Ziel ist es dabei, wirklich etwas zu TUN, etwas zu BEWIRKEN. Dazu sind die Grundlagen gelegt, jetzt geht es weiter an die PRAKTISCHE Umsetzung.

 

 

10. Partizipation

An der Gemeinschaftsgrundschule gehört die Partizipation zu den Grundprinzipien des Schullebens. Alle Mitarbeiter der Schule arbeiten in Gremien, die eng miteinander verzahnt sind. Schulleitung, Lehrer, OGS-Mitarbeiter, Praktikanten und externe Mitarbeiter arbeiten in festen Strukturen, die dem Informationsaustausch, der Schulentwicklung und der (Unterrichts-)Planung dienen. Dieser Teamgeist und die Kooperation übertragen sich als gelebte Demokratie auf die Schülerschaft.

Die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule erhalten neben den unterrichtlichen Inhalten auch die Möglichkeit, die demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft kennenzulernen. Es wird zunehmend darüber diskutiert, wie Schülerinnen und Schüler ihren Schulalltag mitgestalten können. Dieser Debatte liegt ein Wandel des Kindbildes zugrunde, dass das Kind als Experten für die eigene Lebenswelt versteht. Die Kinder sollen demnach also in den Teilen der Gesellschaft mitwirken können, die sie selbst unmittelbar betreffen.

Die Schule ist ein Ort, an dem die Kinder viel Zeit verbringen und daher sollen sie hier die Möglichkeit haben, ihre Umgebung mitzugestalten wie beispielsweise das Mitgestalten der Schulwände. So lernen sie, auch Verantwortung für ihre Lernumgebung zu übernehmen, erfahren Respekt und fühlen sich ernst genommen. Sie entwickeln sich zu mündigen Bürgern, die als Erwachsene von ihrem Recht auf Partizipation Gebrauch machen.

In der Gemeinschaftsgrundschule dient der Klassenrat den Kindern als Ort der Diskussion. Jede Klasse hat die Möglichkeit, im Klassenrat über schulische Probleme oder Bedarfe zu sprechen und ihre Ergebnisse über ihre Klassensprecherinnen und Klassensprecher in das Schülerparlament einzubringen. Mit zunehmendem Alter werden diese Möglichkeiten größer und selbstbestimmter. Im Schülerparlament werden Themen besprochen, die die ganze Schülerschaft betreffen und über die Klassensprecher in die Klassen tragen. Immer wieder werden die Schüler hier Bestandteil von gelebter Demokratie.

 

Gelebte Partizipation ermöglicht den Schülerinnen und Schülern:

  • Mitbestimmung in konkreten schulischen Situationen

  • Demokratiewerkzeuge kennenlernen

  • Erfahrungen sammeln mit dem Erwerb von Informationen

  • Probleme in der direkten Lebenswelt identifizieren und sich eine eigene Meinung dazu bilden

  • Strategien zur Veränderung der problematischen Situation/Lage entwickeln

  • Ansprechpartner und Verbündete finden und Strategien durchführen, um Probleme zu lösen

Auch der Unterricht an der Gemeinschaftsgrundschule ist nach Möglichkeit so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler ihn aktiv mitgestalten können. Interessen und Wünsche finden zum Beispiel Berücksichtigung in Expertenarbeiten, Projektstunden, der Talentbörse sowie allgemein im themenbezogenen Regelunterricht. In Wettbewerben und Kampagnen zeigen die Kinder ebenso Innovation und nutzen aktiv ihre Partizipationsmöglichkeiten.

Durch die Arbeit in verschiedenen Netzwerken und mit außerschulischen Kooperationspartnern gelingt es vielfach, Informationen von Experten einzuholen und sich intensiv mit einer Thematik auseinanderzusetzen bzw. ggf. „den Stein ins Rollen zu bringen“ für Veränderungen und Neuerungen.

Neben den Schülerinnen und Schülern ist es auch für Eltern/Erziehungsberechtigte möglich, sich aktiv am schulischen Leben und der Schulentwicklung zu beteiligen. Über die Schulpflegschaft können Eltern Ideen zu Konzepten mitteilen und Wünsche an das Schulprogramm richten bzw. im Gremium der Schulkonferenz mitentscheiden. Auch in anderen verschiedenen Gremien, bei Veranstaltungen sowie im Förderverein ist es möglich, das Schulleben aktiv mitzugestalten.

s. auch „Partizipation“

 

11. Ziele der Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg für nachhaltige Entwicklung

Den Schülerinnen und Schüler von Beginn des ersten Schuljahres bis zum Ende des vierten Schuljahres Bildungsziele und Kompetenzen für nachhaltige Entwicklung in den unterschiedlichen Dimensionen GLOBALES, SOZIALES, ÖKONOMISCHES und ÖKOLOGISCHES vor dem Hintergrund der Partizipation zu vermitteln, ist ein zentrales Ziel an der Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg.

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen…

  • auf der Basis der unterrichtlich sowie außerunterrichtlich erworbenen Kompetenzen im Bereich nachhaltige Entwicklung die Natur und die Lebensbedingungen in der Natur verstehen und grundlegende Schlussfolgerungen im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen ableiten.

  • Verschiedene Lebensformen, Haltungen und Wertevorstellungen sowie sich daraus ergebene Problematiken und Konsequenzen (europäisch und global) kennenlernen und sich mit ihnen kindgerecht auseinandersetzen.

  • Vor dem Hintergrund des inklusiven Gedankens Solidarität zeigen für Benachteiligte.

  • Mitverantwortlichkeit zu den Aspekten Müll, Lärm, Energie erkennen und wahrnehmen.

 

12. Schlüsselthemen der Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg für nachhaltige Entwicklung

Neben Themen, die die Schülerinnen und Schüler intensivieren möchten (-> Partizipation), legen wir in jedem Schuljahr verschiedene Schlüsselthemen als verbindliche Jahresthemen fest:

  1. Schuljahr: Wasser, Gesunde Ernährung, Berufe

  2. Schuljahr: Mülltrennung, Jahreszeiten, Berufe

  3. Schuljahr: Wasser/Wetter, Lebensbedingungen und die Entwicklung von Tieren und Pflanzen

  4. Schuljahr: Kinderrechte, Armut, Energie, Klimaschutz

Neben diesen einzelnen Themen, die fest im Unterricht verankert sind, wird insbesondere in Projekten, AGs, Exkursionen und durch das Einbinden außerschulischer Kooperationspartner unseren Schülerinnen und Schüler die Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung in den einzelnen Dimensionen bewusst.

Zudem nimmt die Schule jedes Jahr an der Sammelaktion für die Fröndenberger Tafel, am Weihnachtspäckchenkonvoi für osteuropäische Kinder sowie am Lauf gegen den Hunger/Sponsorenlauf teil.

 

Die Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg hat sich zum Ziel gemacht, das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung vor dem Hintergrund der Komplexität des Schulprofils (à„Bildung für nachhaltige Entwicklung“) ganzheitlich zu schärfen. Die Schülerinnen und Schüler übertragen Erfahrungen und Erlerntes in ihren Alltag und in die Zukunft. Sie werden in ihrem Selbstbewusstsein, ihrem sozialen Verhalten sowie in ihrer Mitwirkung und Mitbestimmung gestärkt, um kritisch und handlungsfähig zu sein.

Profil „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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